Bildung – der wohl wichtigste Grundstein, um ehemaligen Straßenkindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Bildung wird im Kinderdorf aus holistischer Perspektive betrachtet und spielt im schulischen aber auch außerschulischen Setting eine wichtige Rolle. Mit einer Schulpatenschaft unterstützen Sie gezielt ein Kind und fördern dessen Schulbildung. Wenn Sie möchten, können Sie im Kontakt mit ihrem Patenkind stehen und somit seine stetige Entwicklung begleiten.

Und wer weiß, vielleicht besuchen Sie ja eines Tages ihr Patenkind im Kinderdorf, um es persönlich kennenzulernen.  Eine Patin aus Deutschland schreibt, wie sie das erlebt hat:

„Vor zwei Jahren habe ich Mariebel, mein zweites Mädchen, bekommen. Meine drei erwachsenen Kinder sind blond, groß und von kräftiger Statur. Mariebel ist ein mittlerweile zwölfjähriges Kind mit olivbrauner Haut, langen schwarzen Haaren und schlanken Gliedern. Es ist es eine Freude sie anzuschauen, alle Farben, die sie trägt bringt sie zum Leuchten. Sie bewegt sich unglaublich flink, lacht, tanzt und singt gerne. Mit Elaine, Randy, Kinkin und wie sie alle heißen, spielt sie vor dem gelben, dem blauen oder dem lilafarbenen Haus. In diesen bunten Häusern leben die Kinder zusammen mit ihren Hausmüttern in familiärer Gemeinschaft. Wenn die Hitze das Herumtoben verbietet sitzt sie mit den Mädchen auf der schattigen Veranda, bemuttert die kleine Mary Joy oder spielt Skipo mit den anderen. Abends hilft sie Mama Che in der Küche, wäscht ihre Schuluniform und geht früh schlafen, denn morgens um halb sechs muss sie sich schon fertig machen für die Schule. Mariebel geht gerne zur Schule. Ihr zweites Schuljahr hat sie erfolgreich beendet. Ihre Fortschritte im Lernen stellt sie in ihren Briefen an mich regelmäßig unter Beweis.

Woher ich sie so gut kenne?

Nun, Mariebel, ist mein Patenkind, ein Mädchen, für das ich mitsorgen möchte, da meine Kinder finanziell auf eigenen Beinen stehen. Sie ist eines der unerträglich vielen benachteiligten, chancenlosen Kinder dieser einen Welt, dem ich den Weg in eine bessere Zukunft ermöglichen möchte.

Martin bot mir dieses Frühjahr die Gelegenheit, Mariebel, das Kinderdorf, Mindanao, die Philippinen kennenzulernen. Vier Wochen lang teilte ich den Alltag mit den Kindern. Ich saß mit ihnen am Tisch, spielte mit ihnen auf der Veranda und bewunderte ihre schier grenzenlose Energie bei Ballspielen jeglicher Art auf dem großen Platz im Zentrum des Kinderdorfes. Ich begleitete Mariebel in die Schule, sprach mit dem Schulleiter und ihrer Lehrerin und verbrachte einen Vormittag im Klassenzimmer der Nanyo Elementary School.

Einen Einblick in Mariebels erstes Leben habe ich wohl nur zufällig bekommen. Zusammen mit Elaine, Maribels Freundin aus dem gelben Haus, fahren wir mit einem Tricycle nach Panabo. Die Mädchen wollen mir zuerst den Stadtpark zeigen. Ausgestattet mit je zehn Pesos können sie sich angesichts der vielen Kinderschätze in den kleinen Verkaufsbuden nur schwer entscheiden, wofür sie das Geld ausgeben wollen. Nach einigem Hin und Her entscheidet sich Mariebel für ein kleines Kettchen mit einem Kreuzanhänger. Wir schlendern weiter. Plötzlich rennt sie auf zwei kleine Jungs zu und umarmt den kleineren überschwänglich. „That´s Marmar, Mariebel´s brother“, klärt mich Elaine auf. Marmar, der dünne, verdreckte Bub , der aussieht wie ein Fünfjähriger aber schon sieben ist, gehört zu den Straßenkindern, die sich im Park den Tag und die Nacht? über aufhalten . „He needs food!“ Elaine nimmt meine Erschütterung in die Hand und lässt mich helfen. Zum Abschied drückt Mariebel ihren Bruder noch einmal und hängt ihm das kleine Kreuz um den mageren Hals.

Die Zeit vergeht schnell. Schon früh um fünf beginnt für mich der Tag der Abreise. Es ist ein Samstag, und die Kinder können ausschlafen. Nur eines ist schon wach. Schon im Auto sitzend sehe ich Mariebel den großen Platz überqeren. Ich umarme das schlaftrunkene Mädchen ein letztes Mal. Sie sieht schon verdammt klein und verlassen aus vor dem weißen Haus, „meinem“ Haus während der letzten vier Wochen.

Was sie wohl denkt? Sehen wir uns wieder? Ich habe es ihr versprochen.“

 

Mariebel‘s Bruder wurde inzwischen von seinem leiblichen Vater in dessen neue Familie aufgenommen.

Als Pate machen Sie es für uns erst möglich, den Kindern im Kinderdorf und außerhalb des Kinderdorfs eine geeignete Schulbildung und die zugehörigen Materialien zu bieten. 35 € monatlich bewirken viel! Werden auch Sie Pate und erleben Sie die akademische und persönliche Entwicklung eines ehemaligen Straßenkindes von Anfang an!

Weitere Infos zur Schulpatenschaft finden Sie hier.

Kontakt

MARIPHIL Children's Village
Prk. Takway, Brgy. Nanyo
Panabo City
Davao del Norte 8105
Philippines

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(+63) 910 043 1016
Telefon
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