Reissack Aktion 2016: Eine Freiwillige erzählt von ihren Erfahrungen

24.01.2017 01:52

Die Freiwilligen durften dieses Jahr auch mithelfen. Eine von ihnen erzählt wie sie die Reisverteilung vor Ort miterlebt hat: „Die Wörter “Aktion Reissack” waren einem kurz nachdem man sich bereits in Deutschland ein wenig über MARIPHIL informiert hatte bekannt. Doch richtig etwas drunter vorstellen, konnten wir uns nicht. Deshalb war es umso aufregender als es hieß, wir dürfen hautnah dabei sein und die Reisverteilung mit koordinieren. Bereits im November trafen wir die ersten Vorbereitungen für die Reissackverteilung. Zusammen mit Em Em, dem Präsidenten von MARIPHIL und Verantwortlicher für die Reissackverteilungen, fuhren wir nach JP Laurel, einen sehr armen Ortsteil Panabos. Für viele von uns war es das erste Mal so ein Elendsviertel in Panabo zu sehen und man hat sofort gemerkt, dass die Menschen, die hier leben, die Hilfe brauchen. Sie trugen durchlöcherte Kleidung, viele wichtige Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs lagen im Schlamm, die Hütten aus Bambus, Plastik und Holz meist notdürftig zusammengebaut. Es war unsere Aufgabe in diesem Ortsteil, gemeinsam mit dem Ortsvorsteher, 30 Familien auszuwählen, die am bedürftigsten sind und die Hilfe am meisten benötigen. Da es sehr schwierig ist, aus der Vielzahl von armen Familien des Otsteils „nur“ 30 auszuwählen, werden die ausgewählten Familien gebeten, den Reissack mit anderen zu teilen.

Von allen wurden wir herzlich begrüßt und bald sammelte sich auch eine große Kinderschar um uns, die uns von Haus zu Haus folgten. Man merkte, dass sie sich wirklich freuen und auch als ihnen erklärt wurde, dass sie einen Brief schreiben sollen, hörten alle aufmerksam zu und waren voller Tatendrang. Bereits zwei Wochen später waren die Briefe da und kurz vor Weihnachten am 23. Dezember konnten wir den Reis verteilen. Als wir ankamen, versammelten sich alle. Die Namen wurden aufgerufen und alle nahmen mit Dankbarkeit den gespendeten Reis entgegen. Es kamen wie erwartet viel mehr Familien als die, die auf der Liste standen. Um diese Dilemma Situation zu lösen und sicherzustellen, dass keine der Familien ohne Reis nach Haus gehen muss, teilen die Reissackempfänger die Spende mit anderen Familien. Für die Kinder besorgten wir noch eine Art süßes Brot aus der Bakery, sodass sie auch etwas bekamen und alle freuten sich riesig darüber.

Die Reisverteilung selbst mitzuerleben war eine spannende Aufgabe für uns. Es war rührend zu sehen, wie sehr sich die Menschen gefreut haben. Sie umarmten einen und waren voller Dankbarkeit kurz vor dem Weihnachtsfest noch solch ein Geschenk zu erhalten. Wir sind allen Spendern dankbar, dass die Aktion Reissack dieses Jahr wieder so erfolgreich war. Die Spende kommt zu 100 % bei denen an, die es am nötigsten haben und auf Hilfe angewiesen sind. Dankeschön für Ihre Spende!“

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